Der Alltag stellt sich völlig anders da. Es werden Beobachtungen zur Gentechnologie angestellt, aber nicht bei Menschen, sondern bei Erbsen oder Mais. Es ist eine sehr fortschrittliche Epoche, in der viel passiert. Napoleon brachte Unheil über die Welt – und Hausnummern. Für die Hausnummern sind wir ihm heute recht dankbar. Der deutsche Bund hatte ein erhebliches Maß an Kleinstaaterei, während der Adel in der Restauration versuchte den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Im Biedermeier war die Rollenverteilung der Geschlechter von großer Wichtigkeit. Der Mann saß im Zentrum des Geschehens, auch in den kleinen auf sich bezogenen sozialen Gebilden, die man Familie nennt. Zu dieser Zeit gab es ein riesiges Bevölkerungswachstum. Während der Urbanisierung (Verstädterung), sind die Städte aber eigentlich hauptsächlich nur gewachsen. So wuchs Berlin z.b. von 1818 bis 1910 von 19800 auf 2071000 Einwohner. Sahnezacken. Oder Schwupp. Könnte man sagen. In der Industrieromantik wurde den Arbeitern gerne Schnaps verabreicht um die Arbeitskraft zu erhöhen. Das war sicher sehr praktisch, weil es dann bestimmt auch nicht mehr so tragisch war, sich mit den Schlafburschen im Schichtwechsel ein Bett zu teilen, während draußen an der Hütte kein Platz war, für einen netten Garten. Höchstens für ein Schwein. Das lag wohl an der Back-to-back-Bebauung, die dazu diente all die Industriearbeiter komprimiert unterzubringen. Des Deutschen liebstes Vieh sind die Schweine, wie sich in der Entwicklung zeigt, überholte die Anzahl der Schweine, die Schafe mit einer Rasanz, die kaum zu übertreffen war. So gab es 1800 noch 3800000 Schweine und 1913 schon 25659000. Allesfresser massenhaft selber fressen. Das wäre ein schöner Schlußsatz, aber es gibt noch das eine oder andere zu erwähnen. Z.B. gab es 1915 tatsächlich mehr Schienenkilometer als heute. Guck siehste. Kommen wir nun zu dem mephistischen Dünste. Diese gab es zu Hauf, weil die Exkremente in Eimern an der Straße standen. Wie gut, daß wir heute eine Kanalisation haben, die aber leider darauf ausgerichtet ist, daß sehr viele Menschen AA und Pipi machen. So gibt es früher oder später ein Problem, da bei schrumpfender Bevölkerung einfach nicht mehr genug gespült wird. Überhaupt gab und gibt es viel zu lernen. So gab es damals noch Gängeviertel, in denen sich Menschen mit langen Armen die Hand geben konnten, ohne Ihre Häuser zu verlassen. So eng waren die Häuser aneinander gebaut. Unten fand nur Beschattung statt, keine Besonnung. Spätestens beim Hamburger Brand (1842) stellte man fest, daß es durchaus erhebliche Nachteile mit sich bringt, in einem Gängeviertel zu leben. Unpraktisch war sicher auch, daß es zu dem Zeitpunkt noch keine organisierte Feuerwehr gab. Zack die Bohne. Jetzt noch der Herr Krupp, der auf dem Foto nicht so viel lächeln sollte, weil es einfach andere Moden gab, er baute in 60 Jahren ein Fabrikgelände auf, gegen welches Essen fast schon niedlich aussieht. Stark Herr Krupp. Außerdem hatte er sicherlich viel Freude in seiner Villa mit 250 Angestellten. Irgendwo muss das viele Geld ja hin.

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