Jeden Tag steh ich auf. Das mach ich automatisch. Ganz ökonomisch, weil sonst läge ich den ganzen Tag im Bett. Könnte das ökonomisch sein?

Bestimmt ist es dann ökonomisch wenn ich krank bin und Bettruhe nötig habe. Also wäre das eine ökonomische Entscheidung. Sinnvoll ist das ganze auch, wenn mein Bett zu einem Lebensraum verkommen ist, den ich ganztags nutzen kann. Inklusive Nachttopf, Buch und was ich sonst noch so den ganzen Tag brauche um ihn möglichst ökonomisch zu füllen. Langfristig gesehen ist das natürlich nicht ökonomisch, denn es besteht die akute Gefahr, dass ein, oder auch mehrere, Dekutbiten auftreten. Das erkennen dieser Leiden zieht normalerweise, im ökonomischen Sinn, einen Arztbesuch nach sich. Sinn dieses Arztbesuches ist es, die erworbene Druckstelle möglichst schnell wieder zu kurieren, damit ich auch weiterhin wieder ökonomisch den Tag verbringen kann. Denn jegliches Leiden, behaupte ich einfach mal, hemmt die ökonomische Nutzung. Wobei nicht auszuschließen ist, das Leiden, innerlich wie äußerlich, ökonomisch sein kann.

Also ist dieser Lebensentwurf nur bedingt ökonomisch, leider nicht langfristig, also nur temporär ökonomisch. Denn auch irgendwann muss ich Geld verdienen, möglichst ökonomisch nach dem Prinzip „Wenig Input, viel Output“, dazu eignet sich Bettlägerichkeit eben nur bedingt, auch wenn das wilde weite Web immer wieder propagiert, dass ich auch einfach von zu hause viel zu viel Geld verdienen kann, natürlich mit wenig Zeitaufwand, ganz ökonomisch eben. Mit Geld soll ich auch immer ökonomisch umgehen, hab ich gehört und wird mir auch immer wieder gesagt. Ökonomie des Geldes ist einfach frei nach Fontane ein sehr weites Feld.

Ich mach das einfach ganz schnell fest, an einem Bespiel der Genussmittel gepaart mit persönlichen Vorlieben und meinem indivudellen Geschmack: Direktgepresster, frischer Orangensaft mit viel Fruchtfleisch schmeckt einfach viel besser als gepanschte Konzentratplürre. Diese Abwertung bitte nicht falsch verstehen, aber der günstige tuts natürlich auch. Durch die Einsparung profitiert natürlich dann ein anderer Lebensbereich, ganz ökonomisch logisch. Optimal ökonomisch wäre der Verzicht auf Orangensaft. Freies Wasser gibts ja überall (wer es genau wissen will, fragt einfach mal google, oder persönlich, nach Rüdiger Nehberg, der weiß wo Wasser auch in der Wüste zu finden ist, denn Überleben muss auch ökonomisch gehandhabt werden). Ich höre jetzt einfach ganz ökonomisch auf zu Tippen, trinke einen Schluck kaltes Wasser.

Überdenke meine Ökonomie mit dem Gedanken der Besserung.

Ökonomisch, praktisch, gut. Das Leben.

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